Blutverdünnung

Beratung zu blutverdünnender Therapie

 

Blutverdünnende Medikamente werden bei vielen

Erkrankungen eingesetzt, zum Beispiel zur Behandlung

oder Verhinderung von Thrombosen oder Embolien

in Arterien und Venen. Dazu gehören u.a. Beinvenen-

thrombosen, Lungenembolien, Armvenenthrombosen,

seltene venöse Thrombosen wie Sinusvenenthrombosen,

Augenvenenthrombosen, Lebervenenthrombosen,

Thrombosen im Herzen - um nur einige zu nennen.

Bei Patienten mit Vorhofflimmern ist oft eine Blutver-

dünnung notwendig, um Schlaganfälle zu verhindern.

Bei Herzerkrankungen, Herzinfarkten, Stents in Herzkranzgefäßen, künstlichen Herzklappen ist eine blutverdünnende Medikation notwendig. Auch bei Bypässen oder Stents in den Beinen muss eine Blutverdünnung durchgeführt werden.

 

Abhängig von der Indikation, den Begleiterkrankungen des Patienten und auch der Begleitmedikation ist es nicht immer einfach, die für den Patienten geeignete blutver-dünnende Medikation zu finden. Es steht eine immer größere Anzahl von Blutverdünnern zur Verfügung, auch dadurch ist die Entscheidung, was für den Patienten das Beste ist, nicht immer leicht zu treffen. Auch gilt es bei der Wahl des Blutverdünners die Funktion der Organe wie Leber und insbesondere Niere zu beachten. Oberstes Ziel ist es, durch die geeignete blutverdünnende Medikationen Thrombosen/Embolien möglichst sicher zu verhindern, bei gleichzeitiger Vermeidung von Blutungen. Das erfordert eine individuelle Nutzen-Risikoabwägung.

Wichtig ist hierbei auch die Beratung bezüglich der Medikamente, auch freiverkäuflicher Phytopharmaka, die nicht zusätzlich genommen werden sollten. Auch eine Aufklärung darüber, was unter blutverdünnender Therapie überwacht werden muss, erfolgt in unserer Praxis.

Nicht selten sind Operationen notwendig bei Patienten, die eine blutverdünnende Medikation nehmen. Hierzu erstellen wir in Absprache mit dem Operateur Konzepte, um Blutungen bei der Operation zu vermeiden, ohne dass andererseits eine Thrombose oder ein Schlaganfall entsteht. Die praktischen Fragen lauten meist: ist es möglich die Blutverdünnung abzusetzen, kann man sie reduzieren oder muss sie fortgeführt werden? Was gilt es während der Operation und im Anschluss zu beachten?

 

Nicht selten ist man gezwungen, Blutverdünner zu kombinieren. Hierbei ist es besonders wichtig, durch geeignete Wahl und Dosierung Komplikationen zu vermeiden. Auch ist es wichtig, mögliche Therapieüberwachungsmaßnahmen durchzuführen. All dies besprechen wir mit Ihnen im Detail.

 

 

© Prof. Dr. med. Dr. phil. nat. H. Schinzel Impressum